SOLIPARTY am 28.11.09 REBA84

Das Leben kann spannend wie „Thriller“ sein, vor allem in Chemnitz! Außerirdische docken an, Genlabore öffnen ihre Schleusen, Untote erwachen und alle kippen sich solidarisch nicht nur einen Cocktail hinter die mumifizierte Mullbinde, wenn es heißt: Antifa, den Luxus gönnen wir uns – gegen Repression und alles andere Bekloppte!
Dies alles bei der Zombies, Mutant_innen, Superheld_innen-Soli-Party für die Betroffenen der Polizei-Repression in Folge der Demonstration gegen den Aufmarsch von Nazis am 5. März 2009.
Seit einigen Jahren versuchen Nazis das offizielle städtische Gedenken an die Bombardierung von Chemnitz am 5. März 1945 inhaltlich zu besetzen, um geschichtsrevisionistische Thesen im Diskurs zu platzieren und ihre menschenverachtenden Inhalte zu verbreiten.
Es wird immer wieder versucht Menschen, die sich gegen menschenverachtende Einstellungen engagieren – in diesen Fall konkret Antifaschist_innen – zu kriminalisieren. Der Polizeieinsatz des 05. März 2009 machte dieses deutlich.
200 Nazis marschierten weitgehend ohne Polizeibegleitung die Bernsdorfer Straße entlang, direkt auf das Kultur- und Wohnprojekt Reitbahnstraße 84 zu, wohingegen dieses von ca. drei Hundertschaften der Polizeidirektion Chemnitz-Erzgebirge, der Sächsischen Bereitschaftspolizei und der Bundespolizei abgeriegelt wurde. Gefahrenabwehr- oder Strafverfolgungszwecke waren nicht zu erkennen. Die Taktik der Polizei war Eskalation.
Etliche Teilnehmer_innen der von Landtags- und Bundestagsabgeordneten angemeldeten, antifaschistischen Spontandemo mussten Provokationen und verbale und physische polizeiliche Repression sowie brutale In-Gewahrsamnahmen über sich ergehen lassen. Abgeführt wurden Menschen, die der Polizei vorher durch Dokumentation, kritisches Verfolgen des Einsatzes oder ganz einfach solidarisches Verhalten aufgefallen waren.
Im Zusammenhang mit dem 5. März 2009 sind über fünf Ermittlungsverfahren gegen Antifaschist_innen bekannt. Viele der Betroffenen werden Einspruch einlegen oder haben Einspruch eingelegt und befinden sich bereits in Prozessen. Die erhoben Vorwürfe sind u.a. Verstoß gegen das Versammlungsgesetz oder Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und sind aus unserer sowie aus juristischer Sicht nicht haltbar!
Es trifft wenige, aber gemeint sind alle, die sich offen gegen menschenverachtendes Denken und Handeln sowie die Verherrlichung des Nationalsozialismus positionieren!
Also hier feiern – JA BITTE! Party-Monsters, Superhero_ines und Mutantant_innen dress up & dance, pleaze!

Photobucket